Das IT-Systemhaus Bechtle erklärt in einem kostenlos erhältlichen Whitepaper, wie sich die Multicloud in der öffentlichen Verwaltung einsetzen lässt. Denn in diesem Bereich ist sie – im Gegensatz zur Wirtschaft – bisher kaum angekommen.
„Während sich Cloud Computing in der Wirtschaft bereits als Standard etabliert hat, ist die öffentliche Verwaltung bis dato etwas zögerlicher“, schreibt Bechtle zu Beginn des neuen Whitepapers. „Wichtige Gründe hierfür sind unter anderem Ungewissheiten in Bezug auf die Informationssicherheit und den Datenschutz.“ Außerdem erfordert die Verwaltung mehrerer Cloud-Umgebungen erweiterte Kompetenzen und spezielle Tools, für die Behörden Fachkräfte benötigen, die sie oft nicht bekommen.
Multicloud-Vorteile
Dabei hat die Verwendung mehrerer Clouds in der Verwaltung viele Vorteile. Die Multicloud bietet zum Beispiel mehr Flexibilität und Skalierbarkeit: Organisationen können verschiedene Cloud-Anbieter nutzen, um spezifische Workloads optimal zu verteilen. Die Redundanz minimiert zudem das Risiko von Systemausfällen. Darüber hinaus sorgt die Multicloud für geringere Kosten, da die Nutzung verschiedener Anbieter es ermöglicht, die besten Preise und Services zu kombinieren. „Das Verlegen von Speicherplatz und Rechenleistungen in die Cloud trägt dazu bei, die CO2-Emissionen zu verringern“, zählt Bechtle einen weiteren Vorteil auf und bezieht sich dabei auf den „Cloud Report 2023“ der Bitkom. Und last, but not least gelingt es Firmen durch Multicloud-Nutzung, schneller und innovativer neue Dienste oder Produkte zu entwickeln.
Das Onlinezugangsgesetz (OZG)
In einem anderen Kapitel erläutert das IT-Systemhaus weitere Gründe, warum Behörden bei der Cloud noch zurückhaltend agieren. „Zwar wird auf kommunaler, Länder- und Bundesebene zum Teil bereits mit Cloud-Lösungen gearbeitet und zum Beispiel Software-as-a-Service (SaaS) für verschiedene Anwendungen verwendet“, so Bechtle. „Der große Sprung in die Cloud jedoch steht vielerorts noch aus – obwohl hierfür nicht zuletzt auch wegen rechtlicher Vorgaben keine Alternative bleibt.“ Stichwort: Onlinezugangsgesetz (OZG). Dieses schreibt laut Whitepaper „eine Ende-zu-Ende-Digitalisierung der Servicenetze für Kommunen und Länder vor, die teils bis hin zur Bundesebene miteinander verbunden sind“.
Data Governance Act (DGA) und der Data Act (DA)
Zusätzlich spielen die Registermodernisierung nach dem Once-only-Prinzip sowie der Data Governance Act (DGA) und der Data Act (DA) zentrale Rollen als wesentliche Bestandteile der europäischen Datenstrategie. „Für den Public Sector ergeben sich aus diesen beiden Gesetzen zwei Handlungsfelder: Der DGA verpflichtet ihn, bestimmte Daten zu veröffentlichen, während ihm durch den DA ein IoT-Datenschatz aus der von ihm betriebenen Infrastruktur zur Verfügung steht, aus dem er Mehrwert schaffen kann und soll.“ Anders formuliert: Digitale Kommunikation nach innen und außen gelingen auf Dauer nicht ohne Cloud-Computing.
Weitere wertvolle Informationen
In den folgenden Kapiteln erläutert das IT-Systemhaus die verschiedenen Cloud-Computing-Modelle und erklärt, warum sich externes Multi-Cloud-Management für die öffentliche Hand lohnt. Auch die praktische Umsetzung findet Erwähnung.